Rückverfolgbarkeit (Traceability)
Rückverfolgbarkeit (englisch Traceability) ist die Fähigkeit, den Weg eines Lebensmittels über alle Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen zu verfolgen — vorwärts (von der Charge zum Kunden) und rückwärts (vom Endprodukt zum Rohstoff). In der EU gilt das Prinzip „eine Stufe vor, eine Stufe zurück".
Vorwärts und rückwärts — was ist der Unterschied?
Rückverfolgbarkeit funktioniert in beide Richtungen entlang der Lieferkette. Beide Richtungen zusammen ergeben den vollständigen Chargen-Baum.
Vorwärtsverfolgung
Von einer Charge aus: In welche Endprodukte ging dieser Rohstoff, und an welche Kunden wurden diese ausgeliefert? Wichtig bei einem Rückruf, um betroffene Empfänger zu finden.
Rückwärtsverfolgung
Von einem Endprodukt aus: Welche Rohstoffe, Lose und Lieferanten stecken darin? Wichtig, um die Ursache einer Abweichung bis zur Quelle zu verfolgen.
Was sagt das Gesetz zur Rückverfolgbarkeit?
Die zentrale Rechtsgrundlage in der EU ist Artikel 18 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 — der allgemeinen Lebensmittel-Basisverordnung. Sie verpflichtet Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer, die Rückverfolgbarkeit über alle Stufen der Produktion, Verarbeitung und des Vertriebs sicherzustellen.
Daraus folgt das Prinzip one-step-up, one-step-down: Jeder Betrieb muss seinen unmittelbaren Lieferanten (eine Stufe zurück) und seinen unmittelbaren Abnehmer (eine Stufe vorwärts) jederzeit benennen können.
Verordnung (EG) Nr. 178/2002, Artikel 18 (Rückverfolgbarkeit) — amtlicher Text im EU-Rechtsportal:
EUR-Lex: VO (EG) 178/2002Wie setzt Batchify Rückverfolgbarkeit um?
Batchify bildet den vollständigen Chargenbaum vom Rohstoff-Wareneingang bis zum ausgelieferten Endprodukt ab. Jede Charge ist vorwärts und rückwärts verfolgbar — die Verknüpfung entsteht im laufenden Prozess, nicht nachträglich.
Aus diesem Chargenbaum speist sich auch der Rückruf-Simulator. Details zur Umsetzung auf der Funktionsseite Chargenrückverfolgung.
- Vollständiger Chargenbaum, vorwärts und rückwärts
- one-step-up / one-step-down über die ganze Kette
- Verknüpfung von Charge, Rohstoff-Los und Lieferant
- Direkter Sprung in die Rückruf-Simulation
Häufige Fragen zur Rückverfolgbarkeit
Was bedeutet Rückverfolgbarkeit bei Lebensmitteln?
Rückverfolgbarkeit ist die Fähigkeit, den Weg eines Lebensmittels über alle Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen zu verfolgen. Vorwärts heißt: von einer Charge zu den belieferten Kunden. Rückwärts heißt: von einem Endprodukt zurück zu den eingesetzten Rohstoffen und Chargen.
Was bedeutet one-step-up, one-step-down?
Das EU-Prinzip one-step-up, one-step-down besagt, dass jeder Lebensmittelunternehmer mindestens den unmittelbaren Lieferanten (eine Stufe zurück) und den unmittelbaren Abnehmer (eine Stufe vorwärts) dokumentieren können muss. So lässt sich die Lieferkette Glied für Glied nachvollziehen.
Welches Gesetz regelt die Rückverfolgbarkeit in der EU?
Die zentrale Rechtsgrundlage ist Artikel 18 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002, der allgemeinen Lebensmittel-Basisverordnung. Sie verpflichtet Lebensmittel- und Futtermittelunternehmer, die Rückverfolgbarkeit über alle Stufen sicherzustellen.
Wie setzt Batchify Rückverfolgbarkeit um?
Batchify bildet den vollständigen Chargenbaum vom Rohstoff-Wareneingang bis zum ausgelieferten Endprodukt ab. Jede Charge ist vorwärts und rückwärts verfolgbar, und ein Rückruf-Simulator zeigt auf Knopfdruck die betroffenen Lose und Empfänger.
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