Rückrufsimulation (Mock Recall)
Eine Rückrufsimulation (englisch Mock Recall) ist ein geplanter, dokumentierter Testlauf der Rückverfolgbarkeit. Ausgehend von einer Charge wird durchgespielt, welche Rohstoffe verbaut wurden, welche Endprodukte entstanden und an welche Kunden sie gingen — als Nachweis, dass ein echter Rückruf vollständig und fristgerecht möglich wäre.
Wozu dient eine Rückrufsimulation?
Im Ernstfall — etwa bei einer Kontamination, einem Fremdkörper oder einem nicht deklarierten Allergen — muss ein Betrieb innerhalb kürzester Zeit wissen, welche Chargen betroffen sind und wohin sie geliefert wurden. Die Rückrufsimulation prüft genau diese Fähigkeit, bevor ein echter Vorfall eintritt.
Sie ist damit der praktische Stresstest der Rückverfolgbarkeit: Werden Lücken im Chargenbaum, fehlende Mengenbilanzen oder unvollständige Kundendaten sichtbar, lassen sie sich beheben, solange kein Druck herrscht.
Wird jede betroffene Menge entlang des Chargenbaums gefunden — vorwärts und rückwärts?
Wie lange dauert es, alle betroffenen Chargen und Empfänger zu identifizieren?
Stimmt die Bilanz aus eingegangener, verarbeiteter und ausgelieferter Menge überein?
Wer fordert Rückrufsimulationen?
Rückrufübungen sind fester Bestandteil der gängigen Lebensmittelsicherheits-Standards. IFS Food und BRCGS (BRC) verlangen, dass Betriebe ihre Rückverfolgbarkeit und ihren Rückrufprozess regelmäßig testen und dokumentieren. Auch im Rahmen von ISO 22000 und einem HACCP-Konzept gehört die Verifizierung der Rückverfolgbarkeit zum Standard.
Häufigkeit und Umfang ergeben sich aus dem jeweiligen Standard und der Risikobewertung des Betriebs. Üblich ist mindestens eine jährliche Übung; viele Hersteller testen mehrere Szenarien — etwa einen Rohstoff-, einen Verpackungs- und einen Allergen-Fall.
Rückrufsimulation in Batchify
Der Rückruf-Simulator von Batchify spielt auf Knopfdruck durch, welche Endprodukte von einer betroffenen Charge oder einem Rohstoff-Los abhängen und an welche Kunden sie ausgeliefert wurden — entlang des kompletten Chargenbaums, vorwärts und rückwärts.
So lässt sich ein Mock Recall als wiederholbarer, dokumentierter Testlauf fahren, statt ihn jedes Mal mühsam in Excel zusammenzusuchen. Mehr dazu auf der Funktionsseite Rückruf-Simulation.
- Simulation ausgehend von Charge oder Rohstoff-Los
- Betroffene Endprodukte und Empfänger werden aufgelistet
- Basiert auf der lückenlosen Chargenrückverfolgung
- Wiederholbar als dokumentierte Rückrufübung
Häufige Fragen zur Rückrufsimulation
Was ist eine Rückrufsimulation (Mock Recall)?
Eine Rückrufsimulation ist ein dokumentierter Testlauf, bei dem ein Betrieb ausgehend von einer Charge durchspielt, welche Rohstoffe verbaut und welche Endprodukte an welche Kunden ausgeliefert wurden. Sie weist nach, dass ein echter Produktrückruf vollständig und fristgerecht möglich wäre.
Wie oft muss eine Rückrufsimulation durchgeführt werden?
Häufigkeit und Tiefe richten sich nach dem jeweiligen Standard und der betrieblichen Risikobewertung. IFS Food und BRCGS verlangen regelmäßige Rückrufübungen, üblich ist mindestens einmal jährlich; viele Betriebe testen häufiger und ergänzen verschiedene Szenarien (Rohstoff, Verpackung, Allergen).
Was wird bei einem Mock Recall geprüft?
Geprüft werden die Vollständigkeit der Rückverfolgbarkeit (vorwärts und rückwärts), die benötigte Zeit bis zur Identifikation aller betroffenen Mengen, die Mengenbilanz (Eingang gegen Ausgang) sowie die Verfügbarkeit und Erreichbarkeit der Kundendaten.
Unterstützt Batchify Rückrufsimulationen?
Ja. Der Rückruf-Simulator von Batchify spielt ausgehend von einer Charge oder einem Rohstoff-Los durch, welche Endprodukte betroffen wären und an welche Kunden sie gingen — vorwärts und rückwärts entlang des Chargenbaums.
Rückrufbereitschaft auf Knopfdruck nachweisen.
Wir zeigen Ihnen in einer Live-Demo, wie der Rückruf-Simulator an Ihren echten Chargen funktioniert.
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